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INFORMATIONEN ZU COSTA RICA
In Costa Rica ist eine der ältesten Demokratien des amerikanischen Kontinents beheimatet. Das Land ist bekannt für seine Freundlichkeit und seine Friedensbemühungen. Seine Politik der aktiven Neutralität hat zweimal zur Verleihung des Friedensnobelpreises geführt. Im Jahre 1987 wurde diese renommierte Auszeichnung dem damaligen Präsidenten der Republik, Dr. Oscar Arias, verliehen. Dies und die Tatsache, dass mehr als ein Viertel des Territoriums des Landes den Schutz eines ständig wachsenden Netzes aus Nationalparks und Reservaten genießen, sein kontinuierlicher Umweltschutz und viele andere Gründe erklären, warum Costa Rica immer wieder als die Schweiz des amerikanischen Kontinents bezeichnet wird.

GEOGRAPHIE
Sich auf der Landenge zwischen Nord- und Südamerika befindend.
Zwischen dem 8. und dem 11. Nördlichen Breitengrad liegend.
Im Norden angrenzend an Nicaragua, im Süden an Panama; im Westen an den Pazifischen Ozean und im Osten an die Karibik.
Die Fläche des Landes beträgt 51.100 Quadratkilometer.
Maximale Länge 460 km.
Maximale Breite an der nördlichen Grenze 257 km.
Mindestbreite entlang der südlichen Grenze 118 km.
1.000 km Pazifikküste.
211 km Atlantikküste.
Vier größere Gebirgszüge erstrecken sich grob von Nordwesten nach Südosten. Alle sind vulkanischen Ursprungs. Der höchste Berg ist der Cerro Chirripó mit 3.820 Metern.
Mehr als zweihundert Vulkane wurden in Costa Rica identifiziert; ca. 5 werden als aktiv eingestuft.

KLIMA
Es gibt zwei offizielle Jahreszeiten, die üblicherweise als Trockenzeit (Dezember bis April) und Regenzeit (Mai bis November) bezeichnet werden. Wir ziehen es vor, die „Regenzeit“ als die Grüne Jahreszeit zu bezeichnen, da die Landschaft wie im Frühling der gemäßigten Klimazone zum Leben erwacht.
An der Atlantikküste gibt es keine genau festgelegte Trockenzeit.
Die Pazifikküste und die Region von Guanacaste ist trockener. Nördlich von Tamarindo sind die Sommer sehr trocken und windig. Südlich von Tamarindo wird das Klima aufgrund vermehrter Bewaldung angenehmer.
Während der Regenzeit (Grüne Jahreszeit) regnet es am Nachmittag.
Die Temperaturen bleiben während des ganzen Jahres fast konstant mit Schwankungen, die vernehmlich auf die Höhe zurückzuführen sind.
Die Temperaturen im Flachland liegen durchschnittlich zwischen 25 und 33 Grad Celsius; im Zentraltal liegt die Durchschnitttemperatur bei ca. 26 Grad Celsius.
In den Bergen können die Temperaturen auf 17 Grad Celsius oder weniger zurückgehen. In San José kann es tagsüber heiß sein, doch kühlt es am Abend soweit ab, dass man einen Pullover benötigt.
An beiden Küsten liegt die Wassertemperatur fast konstant bei zwischen 25 und 28 Grad.

GESCHICHTE
Die Spanier kamen zum ersten Mal im 16. Jahrhundert nach Costa Rica, nachdem 1502 Cristóbal Colón (Christopher Columbus) in der Nähe von Limon an der Atlantikküste gelandet war. Costa Rica erlangte am 15. September 1821 die Unabhängigkeit von Spanien. Der Pacto de Concordia, die erste Verfassung, wurde angenommen. Dies führte im Dezember 1821 zur Durchführung der ersten Wahlen.
Die Direktwahl wurde 1913 eingeführt und seit 1925 wird geheim gewählt.
Eine Erklärung der absoluten Unabhängigkeit als ein souveräner Staat wurde 1848 abgegeben.
Nach einem kurzen Bürgerkrieg im Jahre 1948 trat am 7. November 1949 eine neue Verfassung in kraft.
Die Verfassung aus dem Jahre 1949, die noch heute in Kraft ist, beinhaltete das Verbot eines stehenden Heers.

KULTUR
Es gibt 31 Museen über das Land verteilt, die alle Aspekte des costaricanischen Erbes und seiner Kultur bewahren. Außerdem gibt es 14 Theater und zahlreiche Kunstgalerien. Im ersten Kulturbollwerk des Landes, dem 99 Jahre alten Nationaltheater (im Oktober 1997 feierte das Theater sein 100jähriges Bestehen), finden auch heute noch die schönsten Aufführungen aus aller Welt statt. Es gibt drei Symphony Orchester; Chorgruppen. Über sechzig Kinos sorgen an allen Ecken des Landes für Unterhaltung.

REGIERUNG UND POLITIK
Die Demokratie des Landes ähnelt der Demokratie der Vereinigten Staaten.
Drei Regierungsgewalten: Exekutive: Präsident und zwei Vizepräsidenten plus Berater. Legislative: 57 Abgeordnete. Judikative: 17 Verwaltungsbeamte des Obersten Gerichtshofes plus untere Gerichte.
Der Präsident und die Abgeordneten werden direkt und für vier Jahre gewählt.
Die Verwaltungsbeamten werden von der Legislative für eine Amtszeit von acht Jahren ernannt.
Das Wahlgericht ist eine unabhängige Organisation, welche die Wahlen überwacht.
Die politischen Kandidaten gehören im allgemeinen den zwei größten Parteien an: PLN und PUSC. Es existieren jedoch mehrere kleinere Parteien, die sich aktiv an der Politik und an den Wahlen beteiligen.

WIRTSCHAFT
Traditionell ein Agrarland.
Export und Tourismus sind die wichtigsten Pfeiler der costaricanischen Wirtschaft.
Kaffee und Bananen machen 50% der Exporte des Landes aus und sind dessen Haupteinnahmequelle.
Der Tourismus entwickelt sich schnell zur Nummer eins der Wirtschaftsverdiener. Im ersten Quartal des Jahres 2008 besuchten 640,000 Touristen Costa Rica.
Nichttraditionelle Exporte wie Zierpflanzen und Schnittblumen haben der Wirtschaft in den vergangenen Jahren einen starken Auftrieb gegeben.
Das System aus staatlichen und privaten Banken ist solide und modern. Es bietet die meisten Serviceleistungen der Gegenwart an wie Kreditkarten, Geldautomaten und Online Banking. Die Zahl der unabhängigen Banken nimmt zu. Auch die Verwirklichung des Freien Handelsabkommens mit den USA sei zu erwähnen.
Die offizielle Währung ist der Colón. Am 2. Juni 2009 betrug der amtliche Wechselkurs 565 Colones für 1 US-Dollar.
Die Zentralbank von Costa Rica ist für die Ausgabe von Banknoten und Münzen im Land zuständig und reguliert den Wechselkurs des Colón. Der Wechselkurs weist gegenwärtig eine kontrollierte, kontinuierliche Abwertung auf.

BILDUNG
Im Jahre 1869 wurde ein staatlich finanziertes Pflichtschulsystem eingeführt.
Das staatliche System umfasst Bildungseinrichtungen auf allen Ebenen.
Gegenwärtig gibt der Staat ungefähr 27 % seines Etats für Bildung aus. Siebzig Prozent der höheren Schuldbildung werden von öffentlichen Schulen zur Verfügung gestellt. Es gibt mehr als 3.800 Bildungseinrichtungen, die mehr als 680.000 Schüler und Studenten unterrichten. Hierin eingeschlossen sind 60.000 Studenten auf Universitätsebene. 93% der Bevölkerung verfügen zumindest über elementare Lese- und Schreibfähigkeiten.

NATURGESCHICHTE
Wissenschaftlern zu Folge verfügt Costa Rica, als biogeographische Landbrücke zwischen dem Nord- und Südamerikanischen Kontinent, in Relation zu seiner Größe über die größte Artenvielfalt unter weltweit allen anderen Lebensräumen auf dem Festland.
Zwölf verschiedene Lebensräume beherbergen eine reichhaltige Vielfalt von floralen und faunalen Lebensformen.
Mehr als 10.000 Arten höherer Pflanzen (4% der Gesamtzahl weltweit) sind bisher bekannt.
Was die Fauna betrifft, so gibt es mehr als 200 Arten von Säugetieren, einschließlich sechs Arten von Wildkatzen, 160 Amphibienarten, mehr als 200 Reptilien, 1.000 Schmetterlingsarten und 650 Vogelarten (mehr Vogelarten als auf dem gesamten nordamerikanischen Kontinent).
Die Erhaltung dieses Naturschatzes hat zum staatlichen Schutz in Form von Nationalparks und
Forstwirtschaftsdiensten auf fast 1.2 Millionen Hektar (25% des Staatsgebietes) in 74 Schutzgebieten im ganzen Land geführt.
Mehrere Dutzend private Schutzgebiete umfassen Tausende zusätzlicher Hektar.

STROM- UND WASSERVERSORGUNG
Moderne, Wasserkraftwerke liefern genügend Strom. 1994 wurde die erste geothermische Generatoranlage in Betrieb genommen, die zusätzlich 22 Megawatt preiswerten Strom liefert.
Die Stromversorgung gleicht der in den Vereinigten Staaten: 120V, 60Hz, mit den gleichen Steckdosen wie in USA. 2008 wurden 90 Prozent des Stroms in Costa Rica mit Wasser/Windkraft produziert. Leitungswasser wird gechlort und die Qualität wird vom Staat kontrolliert. In allen Städten kann das Leitungswasser getrunken werden.

LAND UND KULTUR
Wenn man in Costa Rica reist oder lebt, bereitet es ein besonderes Vergnügen, dass man überall Ticos’ trifft, die ihr Leben auf traditionelle Art und Weise leben. Es ist daher wichtig, etwas über diese Menschen zu wissen und deren Kultur zu respektieren. Je mehr Sie wissen, umso einfacher kann dies sein. Die Costaricaner akzeptieren zwar kulturelle Übertretungen, aber sie sind auch sehr empfänglich für Versuche, sie zu verstehen und zu respektieren. Sie werden Ihnen nicht sagen, dass Sie „ins Fettnäpfchen getreten“ sind, denn schließlich sind Sie ja Gast – doch nach mehreren Fauxpas werden sie annehmen, dass es bei Ausländern normal ist, unhöflich und gleichgültig zu sein.
Es gibt zwei generelle Richtlinien, die in allen Situationen hilfreich sein können. Die erste ist einfach: Seien Sie aufmerksam und orientieren Sie sich an dem Verhalten der Einheimischen. Die Beachtung der zweiten Richtlinie ist für Ausländer schwieriger: "Immer mit der Ruhe". Wir haben es immer eilig und neigen dazu, gleich auf den Punkt zu kommen. Das funktioniert in Costa Rica etwas anders. Für die ‘Ticos’ sind zwischenmenschliche, harmonische Beziehungen, Respekt und ein Lächeln wichtiger als das Geschäft in Reichweite.
Gehen Sie die Dinge stets langsam, ruhig und freundlich an. Selbst größere Unstimmigkeiten müssen auf diese Art und Weise gehandhabt werden. Dies mag Ihnen zwar schwierig erscheinen, doch wenn Sie daran denken, die Interaktionen in Ihrer Umgebung zu beobachten und üben, die Dinge etwas langsamer anzugehen und deren „Gegebenheiten“ zu akzeptieren, werden Sie mit Ihren Gastgebern gut zurecht kommen und viel Freude haben.

Pura Vida!

 













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